Rotes Schild am Dachfirst mit dem Text Bevar Christiania Boden

Christiania

Christiania ist ein völlig einzigartiges Viertel in Kopenhagen und zählt seit vielen Jahren zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Stadt. Christiania ist ein selbsternanntes autonomes Wohngebiet, das 1971 gegründet wurde, und ist seither bekannt für den alternativen Lebensstil der Christianitter, die kreative Kultur, die bunten Häuser sowie den offenen Haschhandel auf dem Gelände. Christiania ist definitiv einen Besuch wert – nicht zuletzt, weil es in den vergangenen 30 Jahren zu den meistdiskutierten Orten Kopenhagens gehört hat.
Geöffnet: Ganzjährig
Preis: Frei
Entfernung von uns: 1,6 km
20 Minuten zu Fuß
6 Minuten mit dem Fahrrad
Roter Holzwegweiser mit Pfeilen am Eingang von Christiania

Foto: Danhostel Copenhagen City

Eine freie Stadt entsteht

Christiania, früher Teil eines Militärkasernenareals, erstreckt sich über etwa 34 Hektar und liegt im Zentrum Kopenhagens im Stadtteil Christianshavn, nahe dem Hafen und dem Christianshavns Kanal. Im Jahr 1971 wurde das Gebiet von sogenannten Hausbesetzern, später der BZ-Bewegung, besetzt. Seitdem ist die Freistadt ein Kollektiv mit einem einzigartigen und alternativen Lebensstil, der sich vom konventionellen Stadtleben unterscheidet und eigenen Regeln und Normen folgt. 1972 wurde Christiania als soziales Experiment mit Fokus auf Gemeinschaft, Kreativität und Nachhaltigkeit bezeichnet.

Seit vielen Jahren ist Christiania eine der wichtigsten Touristenattraktionen – sowohl wegen ihrer positiven als auch ihrer kontroversen Seiten. Der besondere Stil der Christianitter spiegelt sich in den bunten, selbstgebauten Häusern und Wohnformen wider und verleiht dem Viertel eine einzigartige Atmosphäre. Graffitiverzierte Wände und alternative Kunstinstallationen prägen ebenfalls das Gebiet und schaffen eine lebendige Kulturszene. Christiania ist ein faszinierender und einzigartiger Teil Kopenhagens, der Besucher aus aller Welt anzieht, die die alternative Atmosphäre und kreative Energie erleben möchten.

Die rebellische Seite der Freistadt hat jedoch ebenfalls Aufmerksamkeit erregt. Da Christiania auf Selbstverwaltung basiert, war das Verhältnis zwischen den Bewohnern und den Behörden im Laufe der Jahre von Herausforderungen und Konflikten geprägt. Einer der bekanntesten Orte ist die Pusher Street, ein historischer Markt für den offenen Verkauf von Cannabisprodukten, der immer wieder Gegenstand von Kontroversen mit den Behörden war. Dänische Politiker haben versucht, Christiania aufgrund des Drogenhandels zu schließen, und bis Ende 2023 gab es Bestrebungen zwischen Regierung und Christianittern, die Pusher Street dauerhaft zu schließen – doch das Leben in der Freistadt geht vorerst weiter.

Vor dem Besuch von Christiania

Um während deines Besuchs in Christiania ein sicheres Erlebnis zu gewährleisten, ist es wichtig zu beachten, dass sich dieses Gebiet deutlich von anderen Stadtteilen Kopenhagens unterscheidet. Insbesondere das Gebiet rund um die Pusher Street wird von der Polizei als von organisierter Kriminalität kontrolliert eingestuft.

Aus Rücksicht auf die Sicherheitsbedingungen haben die Bewohner Regeln aufgestellt, die Besucher einhalten sollen. Dazu gehört unter anderem, keine Fotos zu machen, nicht zu rennen und nicht zu telefonieren – insbesondere in und um die Pusher Street.

Für weitere Informationen und aktuelle Hinweise empfiehlt es sich, vor dem Besuch die Website der Kopenhagener Polizei zu konsultieren.

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